Familien-Tipps

Für viele Familien stehen in der aktuellen Situation grosse Herausforderungen bevor. Mit geschlossenen Schulen verändert sich die Tagesstruktur und wirbelt ADHS-Betroffene stark durcheinander, was zuhause zu schwierigen Situationen führen kann. elpos steht auch in dieser schwierigen Zeit mit einem breiten Beratungsangebot zur Verfügung. Zusätzlich geben wir Ihnen wöchentlich Tipps, die dabei helfen können, den neuen Alltag stressärmer zu gestalten. 

Tipp Nr. 4

Mittlerweile ist etliches hoffentlich zur Routine geworden.

  • Jedes Familienmitglied hat irgendwo eine kleine persönliche Rückzugsecke, wo es ungestört eine Weile für sich alleine sein kann. Auch für die Mutter und den Vater ist es wichtig, abwechslungsweise mal ganz alleine sein zu können (s. Tipp 1).
  • Hatten Sie bereits Zeit das Lernen mit verschiedenen Sinnesorganen zu testen? Jetzt in den Ferien könnten Kinder eine Wühlkiste oder ein Wühlsäckli erstellen. Abwechslungsweise tasten alle Familienmitglieder mit verbundenen Augen und erraten was drin ist. Dasselbe geht auch mit Gewürzen, Tee, frischen Kräutern etc. zum Riechen. Da alle zurzeit etwas empfindlich sind, nur angenehme Dinge tasten und riechen lassen (s. Tipp 2).
  • Im Familientipp 3 finden Sie Adressen für professionelle Unterstützung, wenn ihnen alles zu viel wird.

Heute erfahren Sie etwas darüber, warum es sich lohnt, durchzuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen. Solidarität ist das Wort der Stunde. Solidarität erleichtert uns das Leben, denn was viele machen, fällt auch uns leichter. Alle waschen sich mindestens 30 Sekunden lang die Hände, das gibt nicht wirklich viel zu tun, aber es ist sinnvoll. Jeder bleibt jetzt zu Hause und schützt damit nicht nur sich selber sondern auch die anderen. Indem wir uns solidarisch verhalten, kreieren wir gemeinsam Sicherheit und ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Dazu zwei Zitate:

Das Wenige, das du tun kannst, ist viel (Albert Schweitzer, 1875 – 1965) 

Wir haben gelernt, wie die Vögel zu fliegen, wie die Fische zu schwimmen; doch wir haben die einfache Kunst verlernt, wie Brüder (und Schwestern; anm. Red.) zu leben.

Elpos wünscht allen eine gute Karwoche und frohe Ostertage.

Tipp Nr. 3

Mut zur Lücke: Verabschieden Sie sich von der Perfektion

Es ist viel! Non stop Action vom Morgen bis am Abend und daneben noch Homeoffice.

Verabschieden Sie sich von Perfektion und gestalten Sie das Familienleben so, dass es praktisch ist. Je kleiner die Wohnung um so schwieriger ist das. Das ist normal. Haben Sie Mut zur Lücke. 

Praktisch ist, wenn die Kinder ihren Möglichkeiten entsprechend Verantwortung übernehmen. Meist können sie mehr, als man ihnen zutraut. Haushaltarbeiten können nach Ämtliplan verteilt werden: Gemüse schnippeln, Tisch decken, das eigene Bett machen und vieles mehr macht Freude, wenn es nicht perfekt sein muss und die Eltern für die «Entlastung» froh sind. Nächste Woche wird es sicher schon viel besser laufen.

Merken Sie, dass es nicht nur viel, sondern eindeutig zu viel ist?

Organisieren Sie Hilfe. Nicht nur die Frauen, auch die Männer. Die Beraterinnen von elpos haben Ihre Beratungszeiten erweitert, um Sie telefonisch zu unterstützen.

Ergänzend dazu finden Sie hier eine kurze Liste mit Links:

https:/www.maenner.ch

https://elternsofa.ch/

https://www.fiveup.org/

https://www.hilf-jetzt.ch/

https://www.redcross.ch/de/thema/kinderbetreuung-zu-hause-0

https://www.projuventute.ch/de/eltern/familie/corona-familien-alltag

https://www.caritas.ch/de/coronavirus-informationen-zu-den-projekten-und-dienstleistungen-von-caritas-schweiz.html

https://ehk-deutschfreiburg.ch/wp-content/uploads/INNEN-LEBEN-ein-Kartenset-fu%CC%88r-beispiellose-Zeiten.pdf

Tipp Nr. 2

Sicher habt Ihr in der letzten Woche viel Neues zusammen gelernt euch gewundert, was ihr alles voneinander nicht wisst.

Zurzeit lernen ja nicht nur die Kinder für die Schule, sondern auch wir Erwachsenen lernen:
Wie Home-Office funktionieren kann, wie wir uns mit all den verschiedenen Herausforderungen im Zusammenleben zurecht finden können und wie wir Arbeit von Freizeit trennen.

Wissen nehmen wir mit unseren Sinnesorganen auf:

- Mit den Augen (lesen/sehen)
- Mit den Ohren (hören)
- Mit der Haut (tasten/fühlen)
- Mit der Nase (riechen)
- Mit dem Körper (bewegen)

Jeder Mensch hat ein Sinnesorgan, welches er besonders gerne benutzt. Bei den meisten sind es die Augen.

Gut lernen kann man, wenn man mehrere Methoden kombiniert.
Beispiel: Eine Matheformel oder die "Französisch-Wörtli" kann man lesen. Man kann sie aber auch laut vorlesen. Dann hört man sie gleichzeitig.

Ich habe meine "Französisch-Wörtli" jeweils gesungen und bin dazu das Muster unseres Flurteppichs abgelaufen. Meine Eltern hat das verrückt gemacht und die Fussabdrücke im Teppich kann man noch Jahrzehnte später spüren. Vielleicht könnt ihr ja draussen um einen Baum gehen, wenn euch Bewegung beim Lernen hilft. Dazu die Formeln oder Wörtli zusätzlich wie der Druide aus Asterix und Obelix murmeln? Probiert es aus.

Habt ihr übrigens schon an einer Matheformel gerochen? Vielleicht hilft ja auch das. Augen zu und tief einatmen. Dazu die Formel im Kopf anschauen.

Schreibt uns, was Euch hilft auf info@elpos.ch

Eine spannende Woche wünscht Euch
Monique Zurbrügg

Tipp Nr. 1

Richten Sie Zonen ein. Eine Zone zum Arbeiten, eine zum Spielen und eine Rückzugszone, wenn alles zu viel wird.

In jeder Zone gelten einfache Regeln.

Eine Zone kann mit Malerband, ein paar Stühlen und einem alten Leintuch markiert werden. 

 

xeiro ag